Rudolf Steiner Gesamtausgabe 

Vorträge über Medizin und Naturwissenschaft














Vorträge über Medizin und Naturwissenschaft

Von seinem Studium an der Technischen Hochschule in Wien (Mathematik, Chemie und Naturgeschichte) über die Herausgabe von Goethes NaturwissenschaftlichenSchriften bis hin zur Begründung der Anthroposophischen Medizin, zieht sich ein tiefes wissenschaftlichen und praktisches Interesse wie einroter Faden durch Leben und Werk von Rudolf Steiner. Ihm ging es bei seinen naturwissenschaftlichen Bestrebungen stets um das Anschauliche, Konkrete, Erlebbare und Anwendbare. Die "geisteswissenschaftliche Erweiterung" der Naturwissenschaft in einer modernen integrativen Medizin realisiert, die seit 1920 in Vortragskursen für Ärzte und Medizinstudenten entwickelt wurde.

GA 312
Geisteswissenschaft und Medizin

Zwanzig Vorträge für Ärzte und Medizinstudierende, Dornach 21. März bis 9. April 1920 (Erster Ärztekurs). Dieser Vortragskurs vermittelt, neben dem Band «Grundlegendes für eine Erweiterung der Heil- kunst ...» (GA 27), die Grundlagen einer anthroposophisch erweiterten Medizin.  

GA 313
Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie

Neun Vorträge für Ärzte und Medizinstudierende, Dornach 11. bis 18. April 1921 (Zweiter Ärztekurs)  

GA 314
Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft
Zur Therapie und Hygiene

Zwölf Vorträge, ein Votum «Zur Psychiatrie», eine Ansprache und zwei Besprechungen mit Ärzten. Dornach und Stuttgart 1920, 1922, 1924. Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft (vier Vorträge innerhalb des ersten anthroposophischen Hochschulkurses, Dornach 1920) / Anthroposophische Grundlagen für die Arzneikunst (vier Vorträge für Ärzte, Stuttgart 1922) / Zur Therapie (drei Vorträge für anthroposophische Ärzte, Dornach 1923/24) / Die Hygiene als soziale Frage (öffentl. Vortrag, Dornach 7.4.1920) / Ein Votum «Zur Psychiatrie» (Dornach 1920) / Eine Ansprache und zwei Besprechungen bei Ärztezusammenkünften (Dornach 1924)  

GA 315
Heileurythmie

Acht Vorträge für Ärzte und Eurythmisten, Dornach 12. bis 18. April 1921 und Stuttgart 28. Ok- toter 1922. Heileurythmie-Kurs, gehalten in Dornach für Eurythmisten und Ärzte / Vorträge über Heileurythmie, gehalten für Ärzte und Medizinstudenten / Anhang: Entstehung und Bedeutung des Heileurythmie-Kurses  

GA 316
Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heilkunst
Vorträge für Ärzte und Studierende der Medizin

Weihnachtskurs: Acht Vorträge, Dornach 2. bis 9. Januar 1924. Osterkurs: Fünf Vorträge, Dornach 21. bis 25. April 1924. Erster Rundbrief 11. März 1924. Abendzusammenkunft, Dornach 24. April 1924   

GA 317
Heilpädagogischer Kurs

Zwölf Vorträge für Heilpädagogen und Ärzte, Dornach 25. Juni bis 7. Juli 1924. Mit 15 farbigen Wiedergaben nach den Original-Tafelzeichjungen. In diesem einzigen Vortragszyklus von Rudolf Steiner für das Gebiet der Heilpädagogik wird das geisteswissenschaftliche Fundament gebildet für die Arbeit mit seelenpflegebedürftigen Kindern. Er wurde zum Ausgangspunkt der seither weltweiten heilpädagogischen Bewegung.  

GA 318
Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern
Pastoral-Medizinischer Kurs

Elf Vorträge für Ärzte und Priester, Dornach 8. bis 18. September 1924 und eine «Ansprache an die Mediziner» vom 18. September 1924, mit 24 Seiten Notizbucheintragungen   

GA 319
Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin

Sieben Vorträge für Ärzte und Medizinstudierende sowie vier öffentliche Vorträge, 1923 und 1924 in verschiedenen Städten. Richtlinien zum Verständnis für die auf anthroposophischer Geisteswissenschaft aufgebaute Heilmethode / Pathologie. Therapie und Heilmittelherstellung auf Grundlage geisteswissenschaftlicher Erkenntnis / Anthroposophische Geisteswissenschaft und medizinische Erkenntnis / Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin / Was kann die Heilkunst durch eine geisteswissenschaftliche Betrachtung gewinnen? / Die Kunst des Heilens vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft  

GA 320
Geisteswissenschaftliche Impulse zur Entwicklung der Physik I
Erster naturwissenschaftlicher Kurs: 
Licht, Farbe, Ton, Masse, Elektrizität, Magnetismus

Zehn Vorträge, Stuttgart 23. Dezember 1919 bis 3. Januar 1920. Mit einem Diskussionsvotum, Dornach 8. August 1921, zehn Seiten Aufzeichnungen zum Thema und einer schriftlichen Fragenbeantwortung über das Wesen einiger naturwissenschaftlicher Grundbegriffe  

GA 321
Geisteswissenschaftliche Impulse zur Entwicklung der Physik II
Zweiter naturwissenschaftlicher Kurs:
Die Wärme auf der Grenze positiver und negativer Materialität

Vierzehn Vorträge, Stuttgart 1. bis 14. März 1920. Die beiden naturwissenschaftlichen Kurse kamen auf Anregung seitens des erst wenige Monate zuvor begründeten Lehrerkollegiums der Stuttgarter Waldorfschule zustande. Bei den Vorträgen war nur eine kleine Zahl von Teilnehmern zugegen, die Lehrerschaft der Schule sowie einige naturwissenschaftlich vorgebildete und interessierte Persönlichkeiten aus der Anthroposophischen Gesellschaft. Angesichts dieser Situation war es Rudolf Steiners Hauptanliegen, grundlegende naturwissenschaftliche Gesichtspunkte darzustellen, um zu weiteren Forschungsarbeiten anzuregen, und nicht, eine neue Physik vorzustellen.  

GA 322
Grenzen und Naturerkenntnis

Acht Vorträge im Ersten Anthroposophischen Hochschulkurs, Dornach 27. September bis 3. Oktober 1920. Diese Vorträge geben eine Darstellung des anthroposophischen Erkenntnisweges so, wie er für den Wissenschaftler besonders geeignet ist. Das durch die Naturwissenschaft disziplinierte Denken stößt an Erkenntnisgrenzen, die zu überwinden eine Erweiterung der Erkenntnisfähigkeit zu Imagination und Intuition erfordert. Die Wege, die dabei zu beschreiten sind, werden im Verlauf der Ausführungen eingehend dargelegt.  

GA 323
Das Verhältnis der verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebiete zur Astronomie
Dritter naturwissenschaftlicher Kurs:
Himmelskunde in Beziehung zum Menschen und zur Menschenkunde

Achtzehn Vorträge in Stuttgart vom 1. bis 18. Januar 1921. Dieser Kurs schlägt die Brücke vom Menschen und den ihn umgebenden Naturreichen zum Wirken des Kosmos. Eine Fülle von Tatsachen der Geologie, der Pflanzenkunde, der vergleichenden Anatomie, Physiologie, Psychologie und der Mathematik und Astronomie wird unter übergreifenden Gesichtspunkten zusammengeschaut. Ältere Auffassungen über die Himmelserscheinungen werden als sachgemäßer Ausdruck anderer Bewusstseinsstufen gewürdigt.  

GA 324
Naturbeobachtung, Experiment, Mathematik
und die Erkenntnisstufen der Geistesforschung

Acht Vorträge und ein Diskussionsvotum im Rahmen des «Freien anthroposophischen Hochschulkurses», Stuttgart 16. bis 23. März 1921. Rudolf Steiner unterwirft in diesen Vorträgen die Gegebenheiten der naturwissenschaftlichen Methoden Naturbeobachtung, Experiment und namentlich die mathematische Behandlung der Naturtatsachen einer eingehenden Untersuchung und entwickelt in Analogie und in Weiterführung des mathematischen Wissens die imaginative Erkenntnis, gleichsam als aufeinander folgende Stufen des Erkennens. An diese imaginative Erkenntnis schließen sich in konsequenter Weiterführung eine Darlegung der inspirierten und der intuitiven Erkenntnis an.  

GA 324a
Die vierte Dimension
Mathematik und Wirklichkeit

Hörernotizen von Vorträgen über den mehrdimensionalen Raum und von Fragenbeantwortungen zu mathematischen Themen. Sechs zusammenhängende Vorträge, Berlin 24. März bis 7. Juni 1905, zwei Einzelvorträge, Berlin 7. Nov. 1905 und 22. Okt. 1908. Fragenbeantwortungen von 1904 bis 1922. Den ersten Teil dieses Bandes bildet eine Serie von Vorträgen über das damals in der Kulturwelt vieldiskutierte Problem der Realexistenz einer vierten Dimension. Einen großen Raum nehmen dabei Ausführungen zur Geometrie vierdimensionaler Körper ein. Im umfangreicheren zweiten Teil sind Fragenbeantwortungen zusammengestellt zu Themen wie z. B. projektive Geometrie, Lichtgeschwindigkeit, fließende Geometrien zwischen Urbild und Abbild, positive und negative Zahlen, imaginäre und überimaginäre Zahlen, das dritte kopernikanische Gesetz sowie insbesondere die Relativitätstheorie Albert Einsteins.  

Sechs öffentliche Vorträge, Dornach 15. und 16. Mai 1921, Stuttgart 21. bis 24. Mai 1921

Inhalt (Auswahl): I. Das europäische Geistesle- ben im 19. Jahrhundert mit Beziehung auf seinen Ausgangspunkt im 4. Jahrhundert: Die Mitte des 19. Jahrhunderts als Wendepunkt des geistigen Lebens und dessen Vorbereitung seit dem 15. Jahrhundert. Die Bedeutung des 4. Jahrhunderts für die Entwicklung in Europa/Die Entwicklung des geistigen Lebens im Zusammenhang mit der Völkerwanderungszeit. Die Institutionalisierung religiöser Inhalte und ihre Folgen

GA 325
Die Naturwissenschaft und die welt-geschichtliche Entwicklung der Menschheit seit dem Altertum  

 

Sechs öffentliche Vorträge, Dornach 15. und 16. Mai 1921, Stuttgart 21. bis 24. Mai 1921. I. Das europäische Geistesleben im 19. Jahrhundert mit Beziehung auf seinen Ausgangspunkt im 4. Jahrhundert: Die Mitte des 19. Jahrhunderts als Wendepunkt des geistigen Lebens und dessen Vorbereitung seit dem 15. Jahrhundert. Die Bedeutung des 4. Jahrhunderts für die Entwicklung in Europa / Die Entwicklung des geistigen Lebens im Zusammenhang mit der Völkerwanderungszeit. Die Institutionalisierung religiöser Inhalte und ihre Folgen. II. Die Naturwissenschaft und die weltgeschichtliche Entwicklung der Menschheit seit dem Altertum: Die imaginative und die inspirative Erkenntnis und ihre Auswirkung auf die Seelenverfassung des Menschen / Die in der Geschichtsforschung anzuwendende Methodik für ein tieferes Verstehen der alten Kulturen / Die geistige Verfassung der alten Völker. Die Schattenwelt der Begriffe im Zeitalter der Bewusstseinsseele / Bewusstseinsveränderungen im 4. nachchristlichen Jahrhundert bei den südeuropäischen, nordafrikanischen und vorderasiatischen Völkern. Der Einfluss osteuropäischer Völker  

GA 326
Der Entstehungsmoment der Naturwissenschaft
in der Weltgeschichte und ihre seitherige Entwicklung

Neun Vorträge, Dornach 24. bis 28. Dezember 1922 und 1. bis 6. Januar 1923, und zwei Fragenbeantwortungen. Dieser Vortragskurs steht in Bezug zu den Problemen und Forschungsaufgaben, welche in den vorangegangenen speziellen naturwissenschaftlichen Kursen (siehe GA 320–323) behandelt wurden, und ist doch auf eine vertiefte und prinzipielle gesamtmenschliche Betrachtung der Naturwissenschaft als solcher gerichtet.  

GA 327
Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihender Landwirtschaft
(Landwirtschaftlicher Kurs)

Acht Vorträge, eine Ansprache und Fragenbeantwortungen, Koberwitz bei Breslau 7. bis 16. Juni 1924. Mit einem Vortrag, Dornach 20. Juni 1924, und einem Anhang mit Aufzeichnungen zum Kurs. Dieser «Landwirtschaftliche Kurs» wurde 1924 für eine Gruppe von Landwirten aus der anthroposophischen Bewegung gehalten. Aus ihm entwickelte sich die als «biologischdynamisch» bezeichnete Anbauweise. Der Kurs gibt aber nicht einfach Anleitungen oder Rezepte, die nach Belieben gehandhabt werden können, sondern er bildet vielmehr den Ausgangspunkt für eine Neuorientierung und für eine Erweiterung des Blickes auf die spirituellen Grundlagen der Landwirtschaft.  

 


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