Rudolf Steiner Gesamtausgabe

Vorträge über Erziehung

 



Vorträge über Erziehung

Über die Erziehung stehen ein Korpus von mehr als 200 pädagogischen Vorträgen zur Verfügung. Rudolf Steiners Ausführungen über die Erziehung, vorgetragen an verschiedenen Orten Europas, sprechen die Sprache der Moderne: Schule geben, hat nicht mit der Umsetzung einer abgesicherten Theorie zu tun, sondern ist immer das Ergebnis einer pädagogischen Haltung. Was Lehrkräfte in ihrer Verantwortung für die gesunde Entwicklung der Schülerinnen und  Schüler unternehmen, wird relevant, fördernd und konstruktiv, wenn die Beziehung authentisch ist und die methodisch-didaktischen Prozesse kreative sind. Deshalb kann die Pädagogik nur eine Kunst sein. Die Art, in der Rudolf Steiner über Sprachförderung, Fachdidaktik, Menschenkunde, soziale Kompetenz, Rhythmus und die Umsetzung von spirituellen Werten spricht, ist eine umfangreiche und präzise Darstellung dieser pädagogischen Haltung.

GA 293
Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik

Waldorfschule, eine Kulturtat – Die republikanische Verwaltung der Schule – Über das Problem der vorgeburtlichen Erziehung – Vorstellung und Wille, Blut und Nerv – Die Ausprägung des Willens in den einzelnen Wesensgliedern – Das Leben des Ich in den Seelentätigkeiten – Die Gliederung der zwölf Sinne – Zugrundeliegen der Kugelform in den drei Liebesliedern – Die Atmung als Antipflanzenprozess – Die leibliche Dreigliederung  

GA 294
Erziehungskunst
Methodisch-Didaktisches

14 Vorträge, Stuttgart 21.08.1919 bis 05.09.1919 Aphoristische Bemerkungen über künstlerische Betätigung – Von der Sprache – Vom Plastisch-Bildnerischen – Vom Musikalisch-Dichterischen – Die erste Schulstunde – Schreiben und Lesen, Rechtschreibung – Vom Rhythmus des Lebens und von der rhythmischen Wiederholung im Unterricht – Unterricht im 9. Lebensjahr – Unterricht im 12. Lebensjahr – Sprachunterricht  

GA 295
Erziehungskunst
Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge

15 Seminarbesprechungen und 3 Lehrplanvorträge, Stuttgart 21.08.1919 bis 06.09.1919  

GA 296
Die Erziehungsfrage als soziale Frage
Die spirituellen, kulturgeschichtlichen und sozialen Hintergründe der Waldorfschulpädagogik

6 Vorträge, Dornach 09. bis 17.08.1919. Die Erziehung des Kindes. Nachahmung, Autorität, Liebe – Nachklänge griechischer und römischer Seelenverfassung in der Gegenwart – Ware, Arbeit, Kapital. Ihre Beziehungen zu Imagination, Brüderlichkeit; Inspiration, Gleichheit; und Intuition, Freiheit – Die Erziehung als Lehrerbildungsfrage – Die Metamorphosen der menschlichen Intelligenz – Das Überwinden des Egoismus, das Sich-Hineinstellen des Menschen in die Gegenwart  

GA 297
Idee und Praxis der Waldorfschule

9 Vorträge, eine Besprechung und Fragenbeantwortungen zwischen dem 24.08.1919 und 29.12.1920 in verschiedenen Städten. Welche Gesichtspunkte liegen der Errichtung der Waldorfschule zugrunde? – Vortrag für die Eltern der Waldorfschulkinder – Aus welchem Geiste kann sich eine Erziehungskunst der Gegenwart entwickeln? – Übersinnliche Erkenntnis und sozialpädagogische Kraft – Geisteswissenschaft und Pädagogik – Erziehung und soziale Gemeinschaft vom Standpunkt der Geisteswissenschaft – Vortrag für Lehrer aus der Schweiz – Diskussionsabend über pädagogische und psychologische Fragen – Anthroposophie und pädagogische Kunst  

GA 297a
Erziehung zum Leben
Selbsterziehung und pädagogische Praxis

5 Vorträge, ein Autoreferat, 2 Fragenbeantwortungen und ein Zeitungsbericht zwischen dem 24.02.1921 und 04.04.1924 in verschiedenen Städten. Erziehungs-, Unterrichts- und praktische Lebensfragen vom Gesichtspunkte anthroposophischer Geisteswissenschaft – Pädagogischer Abend mit Diskussion und Frauenbeantwortung – Anthroposophie und die Rätsel der Seele – Das Übersinnliche in Mensch und Welt – Die religiöse und sittliche Erziehung im Lichte der Anthroposophie – Erziehung und Unterricht auf Grundlage wirklicher Menschenerkenntnis  

GA 298
Rudolf Steiner in der Waldorfschule

Vorträge und Ansprachen für die Kinder, Eltern und Lehrer der Waldorfschule Stuttgart 1919 bis 1924, mit einem Aufsatz "Die pädagogische Grundlage der Waldorfschule". Die in diesem Band veröffentlichten Vorträge und Ansprachen, die Rudolf Steiner zu besonderen Anlässen wie der Grundsteinlegung und der Eröffnung der Schule, bei Monatsfeiern, an Elternabenden oder vor Mitgliedern des Schulvereins gehalten hat, vermitteln in ihrer Frische und Spontaneität einen direkten Blick in das lebendige Schulgeschehen.  

GA 299
Geisteswissenschaftliche Sprachbetrachtungen
Eine Anregung für Erzieher

6 Vorträge für die Lehrer der Freien Waldorfschule, Stuttgart 26.12.1919 bis 03.01.1920. Kurze geschichtliche Übersicht des Sprachwerdeganges – Hinweise für eine organische Betrachtung des sprachlichen Lebens – Die Umbildungskräfte der Sprache und ihr Verhältnis zum geistigen Leben – Sprachgeschichtliche Erscheinungen als Beispiele für die Entwicklung der Volksseelen – Wirklichkeitssinn und Empfindungswandel in der Sprache   

GA 300 a-c
Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule 1919 bis 1924
Band I: Einleitung - Konferenzen 1919 - 1921
Band II: Konferenzen 1921 - 1923
Band III: Konferenzen 1923 - 1924 / Register

GA 301
Die Erneuerung der pädagogisch-didaktischen Kunst durch Geisteswissenschaft

14 Vorträge für Lehrer aus öffentlichen Schulen, Basel 20.04.1920 bis 11.05.1920. Geisteswissenschaft und moderne Pädagogik – Dreigliederung des menschlichen Wesens – Menschenerkenntnis als Grundlage der Pädagogik – Der Erzieher als Bildner des zukünftigen menschlichen Seeleninhaltes – Einiges über den Lehrplan – Eurythmischer, musikalischer, Zeichen- und Sprachunterricht – Erziehung als Problem der Lehrerbildung – Zoologie- und Botanikunterricht vom 9. bis 12. Lebensjahr – Dialekt und Schriftsprache – Synthese und Analyse im Menschenwesen und in der Erziehung – Das rhythmische Element in der Erziehung – Geschichts- und Geographieunterricht – Das kindliche Spiel  

GA 302
Menschenerkenntnis und Unterrichtsgestaltung 

8 Vorträge für die Lehrer der Freien Waldorfschule, Stuttgart 12. bis 19.06.1921. Zwei Jahre nach der Begründung der Freien Waldorfschule hielt Rudolf Steiner diesen Kurs für die Lehrer. Im Hinblick auf den Aufbau der Oberstufe kommen hierin insbesondere Fragen im Zusammenhang mit dem Pubertätsalter zur Sprache. Es wird gezeigt, welche Bedeutung die eigene Entwicklung und Weltauffassung des Lehrers für seine Unterrichtstätigkeit hat. Ferner werden zahlreiche methodisch-didaktische und menschenkundliche Fragen behandelt.  

GA 302a
Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis

9 Vorträge für die Lehrer der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1920, 1922 und 1923. Auch in diesen Vorträgen werden weitere bedeutsame, die grundlegenden Lehrerkurse von 1919 ergänzende, Gesichtspunkte für die Unterrichtspraxis wie auch Aufgabenstellungen für die innere Schulung der Lehrerpersönlichkeit vermittelt. Meditativ erarbeitete Menschenkunde (Vier Vorträge 1920): Vom pädagogischen Beruf Mitteleuropas – Von den drei Grundkräften der Erziehung – Geistige Menschenerkenntnis entzündet pädagogische Kunst – Erziehungskunst ist ein Ausbalancieren von physischer Natur und geistiger Wesensart des heranwachsenden Menschen, Erziehungsfragen im Reifealter. Zur künstlerischen Gestaltung des Unterrichts (Zwei Vorträge 1922) Anregungen zur innerlichen Durchdringung des Lehr- und Erzieherberufes (Drei Vorträge 1923): Gymnast, Rhetor, Doktor und ihre lebendige Synthese – Von den gesundenden und den krankmachenden Kräften in der Erziehung – Zusammenschauende Menschenerkenntnis als Quell der Phantasie des Erziehers  

GA 303
Die gesunde Entwicklung des Menschenwesens
Eine Einführung in die anthroposophische Pädagogik und Didaktik

16 Vorträge und 3 Fragenbeantwortungen, Dornach 23.12.1921 bis 07.01.1922 (Weihnachtskurs für Lehrer). In dieser Vortragsreihe stellt Rudolf Steiner grundlegende menschenkundliche Themen und ihre Bezüge zur Pädagogik und Didaktik dar, besonders im Hinblick auf die verschiedenen Altersstufen. Es folgen Ausführungen über die innere Struktur und den äußeren Aufbau der Waldorfschule. Den Abschluss des Kurses bilden 3 Vorträge über die ästhetische, die körperliche und die ethische und religiöse Erziehung im Besonderen.  

GA 304
Erziehungs- und Unterrichtsmethoden auf anthroposophischer Grundlage

9 öffentliche Vorträge 1921 und 1922 in verschiedenden Städten. Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die großen Zivilisationsfragen der Gegenwart – Erziehungs-, Unterrichts- und praktische Lebensfragen – Die pädagogische Bedeutung der Erkenntnis vom gesunden und kranken Menschen – Die pädagogische Grundlage der Waldorfschule – Das Drama mit Bezug auf die Erziehung – Shakespeare und die neuen Ideale  

GA 304a
Anthroposophische Menschenkunde und Pädagogik

9 öffentliche Vorträge 1923 und 1924 in verschiedenden Städten. Pädagogik und Kunst – Pädagogik und Moral – Warum eine anthroposophische Pädagogik? – Die Waldorfschule-Pädagogik – Anthroposophie und Pädagogik – Die Kunst der moralischen und physischen Erziehung – Über Erziehungsfragen  

GA 305
Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst
Spirituelle Werte in Erziehung und sozialem Leben

12 Vorträge, Oxford 16. bis 29.08.1922, mit einem Sondervortrag, 2 Ansprachen zu Eurythmieaufführungen und einem Schlusswort. Ausgehend von der Frage nach den spirituellen Grundlagen der Erziehung, behandelt Rudolf Steiner die sich daraus ergebenden Aufgaben des Erziehers, wobei er viele Beispiele aus dem Unterricht der Waldorfschule in Stuttgart einbezieht. In 3 an die pädagogischen anschließenden Vorträgen zum Thema "Die soziale Frage" werden Gesichtspunkte für die Erkenntnis sozialer Aufgaben im Sinne der "Dreigliederung des sozialen Organismus" dargestellt.  

GA 306
Die pädagogische Praxis vom Gesichtspunkt geisteswissenschaftlicher Menschenerkenntnis

8 Vorträge, 3 Fragebeantwortungen und 1 Ansprache, Dornach 15. bis 22.04.1923. Worin unterscheidet sich die Waldorfschule von der Regelschule? Was hat man unter dem Haupt- bzw. Epochenunterricht an einer Waldorfschule zu verstehen? Wie und durch welche pädagogischen Maßnahmen wird dem körperlichen Reifungsprozess beim Kinde Rechnung getragen? Wie verhält es sich mit der religiösen Erziehung? Diese und viele weitere Fragen, werden in diesem pädagogischen Kurs eingehend behandelt.  

GA 307
Gegenwärtiges Geistesleben und Erziehung

Vierzehn Vorträge, Ilkley, England 5. bis 17.08.1923. Einleitung: Die Verbindung von Erkenntnis, Kunst, Religion und Sittlichkeit durch Imagination, Inspiration und Intuition I. Warum verlangt die gegenwärtige Zivilisation neue Erziehungsmethoden? II. Woher sollten die neuen Erziehungsmethoden kommen und wie sollen sie sein? III. Begründung und Einrichtung der Waldorfschule IV. Kulturkonsequenzen der neuen Erziehungsmethoden

GA 308
Die Methodik des Lehrens und die Lebensbedingungen des Erziehens

5 öffentliche Vorträge, Stuttgart 8. bis 11.04.1924. Erziehungskunst auf Grundlage wirklicher Erkenntnis des Menschenwesens – Die Didaktik des Lehrens und die Lebensbedingungen des Erziehend – Das Erfassen der Wesensglieder des Menschen durch Plastik, Musik und Sprache – Die künstlerische Handhabung des Unterrichts für einzelne Fächer  

GA 309
Anthroposophische Pädagogik und ihre Voraussetzungen

5 öffentliche Vorträge, drei Fragenbeantwortungen und eine Ansprache vor einer Vorführung pädagogischer Eurythmie, Bern 13. bis 17.04.1924. Der Vererbungsleib als Modell für den neuen Organismus. Wirkung des Temperamentes des Lehrers auf den Organismus des Kindes und späteren Erwachsenen – Wachen als Wintertätigkeit, Schlafen als Sommertätigkeit im Organismus. Vorstellungsübungen zur Ausbildung der Denkfähigkeit – Lebensmetamorphosen. Seminarbildung – Über Nachahmung und Autorität  

GA 310
Der pädagogische Wert der Menschenerkenntnis und der Kulturwert der Pädagogik

10 öffentliche Vorträge, Arnheim, Holland 17. bis 24. Juli 1924. Das Erwecken der pädagogischen Gesinnung aus der Erkenntnis des ganzen Menschen – Die Differenzierungen in den menschlichen Lebensaltern – Das lebendige Herantreten an die Kindesnatur durch das Begründen eines Verhältnisses zur Welt – Die praktische Verwirklichung der pädagogischen Grundlagen in der Freien Waldorfschule – Das Hineintragen des Lebens und der Weltperspektiven in die Pädagogik – Vom Verhältnis der pädagogischen Kunst zur anthroposophischen Bewegung  

GA 311
Die Kunst des Erziehens aus dem Erfassen der Menschenwesenheit

7 Vorträge und eine Fragenbeantwortung, Torquay, England 12. bis 20.08.1924. Zu diesem dritten pädagogischen Kurs in England äußerte sichRudolf Steiner: "In den pädagogischen Vorträgen bemühe ich mich, den Lehrkräften der hier in England nach dem Muster der Waldorfschule zu gründenden Primarschule eine Art Seminarkurs zu geben. Die für den Lehrenden und Erziehenden notwendige Gesinnung, die für die Ausübung der pädagogischen Kunst unerlässliche Seelenverfassung versuche ich zu beleuchten. Methodische Anweisungen für die einzelnen Erziehungsgebiete und Unterrichtsfächer versuche ich zu geben. Alles ist auf die Darstellung einer in wahrer Menschenerkenntnis gegründeten Lehrpraxis hin orientiert."

 

 

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